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Neue berufliche Standards für Bestatter

 
 

Für Bestatter gelten seit kurzem neue berufliche Standards. Darauf weist der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) hin, der auch der Bundesinnungsverband der Bestatter ist. Grundlage der Änderungen ist die europäische Norm DIN EN 15017. Auf 33 DIN-A 4-Seiten legt sie die Anforderungen an Bestatter-Dienstleistungen fest. 
Die neue Norm ersetzt die bisher in Deutschland gültige DIN 77300. Änderungen betreffen unter anderem die Anforderungen an das Personal der Bestatter, dessen Beratungspflichten sowie Versorgung und Transport des Leichnams. Beschrieben wird auch die thanatopraktische Behandlung, das heißt die zeitweilige Konservierung des Verstorbenen durch Einbalsamierung.
Die Schrift erläutert zudem 44 wichtige Begriffe aus dem Bestattungswesen. Im Anhang enthält sie das Muster eines Leichenpasses und listet die ethischen Regeln der Internationalen Kremations-Vereinigung auf.
„Mit dieser Norm sind die Bestatter eines der ersten Gewerbe, das europaweit einheitliche Richtlinien für fachgerechte Dienstleistungen festlegt“, sagt Rainer Gebhardt, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Bestatter im BHKH. „So wird die Qualität in unserem anspruchsvollen Tätigkeitsbereich gesichert. Das ist besonders wichtig, denn Bestatter tragen eine hohe Verantwortung.“
Bei vorgeschriebenen Ausschreibungen und Vergaben im Bestattungswesen ist die Norm maßgeblich für die Auswahl des Auftragnehmers. Relevant ist sie auch für Gerichte und Sachverständige. Sie dient als Grundlage, um zu beurteilen, ob ein Bestattungsvertrag ordnungsgemäß erfüllt wurde und das Verhalten des Bestatters fachgerecht war.