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Bestatter stehlen Zahngold

 
 

„Bestatter stehlen Zahngold“ lautet eine dpa-Mitteilung in der Neuen Westfälischen Zeitung am 23.10.2006. „Zahngoldraub im Krematorium“ titelt Bild.de am gleichen Tag. „Bestatter klauten Zahngold von Toten“ heißt es im Berliner Kurier. Eine Nachricht, die in Windeseile in aller Munde ist und einer Branche auf den Zahn fühlt.
Ein Thema, zu dem der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) eine klare Meinung vertritt. Vor wenigen Tagen hat der BDB eine Vereinbarung mit der Firma Orthometals b.V., Niederlande, unterzeichnet, die die Verwertung der bei der Kremation anfallenden Metalle regelt.
Die vom BDB ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft der Krematorien in Deutschland verfolgt klare ethischen Grundsätze, auch bei der Feuerbestattung. So dürfen die Erlöse der Metalle ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwandt werden. Orthometals ist europaweit auf die Verwertung der in Krematorien anfallenden Metalle spezialisiert.
Die Vereinbarung legt den Ablauf der Metallverwertung sowie eine transparente, durch den BDB kontrollierte Verwendung der erzielten Gelder für jedes dem Vertrag beitretende Krematorium fest. Dem Vertrag kann jedes Krematorium beitreten, das Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Krematorien in Deutschland ist. Die Krematorien entscheiden selbst, für welchen gemeinnützigen Zweck sie die Gelder verwenden.